Kurz gefragt - Nadja Zimmermann im Porträt

Wo sind Sie aufgewachsen?

Groß geworden im ländlichen Raum von Hessen, war meine Kindheit geprägt von grünen Wiesen und fehlender Infrastruktur. Als Kind war ich bereits im Karnevals- und im Sportverein aktiv. Durch regelmäßige Familienbesuche bleibe ich der Region weiterhin verbunden.

ZuZ ist ortsansässig in Berlin. Haben Sie einen persönlichen Lieblingsplatz in der Stadt?

Ich verbringe gerne Zeit im Humboldthain im Wedding. Von einem der beiden Flaktürme aus hat man einen schönen Blick über den Kiez.

Für was brennen Sie noch, neben der Arbeit?

Ich engagiere mich als Köchin in einem Umweltprojekt. Beim Bergwaldprojekt e.V. kommen Freiwillige aller Altersstufen für eine Woche zusammen und verrichten Arbeiten im Bereich Naturschutz. Wer körperliche Arbeit leistet, hat Hunger. Hier komme ich ins Spiel. Als Köchin bin ich für das leibliche Wohl der Gruppe zuständig. Ich genieße diese Wochen in der Küche, weil es hier ganz praktisch ums Anpacken geht. Zudem lerne ich durch das Projekt mehr Regionen in Deutschland kennen und bin jedes Mal in Kontakt mit neuen engagierten Menschen.

Haben Sie etwas, das Sie noch lernen möchten?

Im besten Fall wird es immer wieder neue Lernstationen geben, die mich in meinem Leben bereichern. Für den kommenden Sommer habe ich mir vorgenommen mich dem Gärtnern anzunähern. Im besten Fall wird mein Balkon um einiges grüner sein als dieses Jahr und mich mit diversen Kräutern versorgen.

Warum liegt Ihnen Ihre Arbeit am Herzen?

ZuZ steht für Sensibilisieren, Vorbeugen und Handeln. Genau diesen Dreiklang erachte ich als wichtig im Hinblick auf Transformationsprozesse in Gesellschaften. Die Frage wie wir miteinander leben und arbeiten wollen, tangiert uns alle. Umsteuern erfordert einen gemeinschaftlichen Denkprozess und einen kollektiven Kraftakt. Mit der Spezialisierung auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz möchte ich meinen bescheidenen Beitrag zum Gestalten unserer heutigen Gesellschaft leisten.